Presseinformation
Presseinformation Nr. 144 vom 21. September 2007
Extrem Frühgeborenes hat es geschafft!
Die am 12. März 2007 mit 300 Gramm frühgeborene Kimberly kann nach Hause. Neonatologische Intensivmedizin der Universitätsmedizin Göttingen freut sich über Erfolg.


(umg) Am 12. März 2007 wurde die kleine Kimberly in der 25. Schwangerschaftswoche mit einem Gewicht von 300 Gramm geboren. Trotz des äußerst geringen Geburtsgewichtes und der extremen Unreife ist es durch die moderne intensivmedizinische Behandlung im Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen gelungen, dass das Kind ohne nennenswerte Komplikationen nun ein Körpergewicht von 2,2 Kilogramm erreicht hat. Kimberly kann in den nächsten Tagen aus dem Klinikum in die Familie entlassen werden.
Weltweit ist das Mädchen damit eines der wenigen Extrem-Frühgeborenen, die die vorzeitige Geburt mit diesem geringen Geburtsgewicht unbeschadet überstanden haben. Für die nächsten Wochen wird noch ein geringer Sauerstoffbedarf bestehen, auch muss die Nahrung noch teilweise über eine Sonde gefüttert werden. "Ansonsten entwickelt sich das Kind sehr erfreulich", sagt Dr. Oliver Möller, Oberarzt der neonatologischen Intensivstation der Universitätsmedizin Göttingen.
Kaum Überlebenschancen für Leichtgewichte
Grundsätzlich gehen Mediziner davon aus, dass Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 400 Gramm nicht lebensfähig sind. "Frühgeborene der 25. Schwangerschaftswoche mit einem solchen extrem geringen Geburtsgewicht haben leider auch in der heutigen Zeit der modernen neonatologischen Intensivmedizin nur eine geringe Überlebenschance", so Dr. Möller. Schwerwiegende Komplikationen wie zum Beispiel eine Hirnblutung oder eine lebensbedrohliche Infektion sind bei Kimberly zum Glück nicht aufgetreten.
Im Perinatalzentrum der Universitätsmedizin Göttingen werden im Jahr durchschnittlich 75 Frühgeborene unter 1.500 Gramm versorgt. Unter diesen Frühgeborenen mit einem niedrigen Geburtsgewicht stellt Kimberly eine absolute Rarität dar. Das Team um Oberarzt Oliver Möller und besonders die Eltern sind sehr glücklich, dass das Kind nun im stabilen Zustand in die häusliche Pflege entlassen werden kann.
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