Presseinformation

Presseinformation Nr. 104 vom 26. Juli 2012

"Lebertransplantation": UMG zieht weitere Konsequenzen

UMG und Universität stellen bis auf Weiteres den Abteilungsdirektor der Gastroenterologie frei.


(umg) Aus Sicht der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat sich aus der Mitteilung der Bundesärztekammer (BÄK) über weitere Transplantationsfälle, bei denen auf Grund der gemeldeten Werte der dringende Verdacht auf Manipulationen und Verstöße gegen Richtlinien zur Organtransplantation bestehen, ein neues Gewicht der Vorwürfe ergeben. Die UMG hat deshalb eigene intensive Ermittlungen angestellt, ob gegen weitere Personen als mögliche aktive Helfer oder zumindest im Rahmen ihrer dienstlichen Verantwortung dienstrechtliche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Die Ermittlungen haben im Fall eines Abteilungsdirektors zu einem sich erhärtenden Verdacht der Beteiligung an oder eigenverantwortlichen Durchführung von Manipulationen geführt. Die UMG hat diese Erkenntnisse zunächst umgehend der Staatsanwaltschaft Braunschweig mitgeteilt, die eigene Ermittlungen eingeleitet und eine Durchsuchung der Diensträume durchgeführt hat.

Die UMG hat mit dem Abteilungsdirektor der Gastroenterologie einvernehmlich vereinbart, dass seine Dienstgeschäfte bis zur Aufklärung der Vorwürfe ruhen. Vorstand und Präsidentin haben das Verfahren jederzeit miteinander abgestimmt.

Im Interesse der laufenden Ermittlungen kann die UMG derzeit keine weiteren Angaben zu dem Fall machen.

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