Presseinformation

Presseinformation Nr. 085 vom 15. Juni 2012

616 neue potentielle Lebensspender gefunden

Aktion "Studenten retten Leben": Studierende der Universität Göttingen haben sich bei der großen Typisierungsaktion für die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) der UMG registrieren lassen.


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Krankenkassenkarte registrieren -
Personalien aufnehmen und fertig
für die Blutspende. Foto: umg


(umg) Die Aktion "Studenten retten Leben" hat 616 Studierende als potentielle "Lebensspender" hervorgebracht. An zwei Tagen haben sie sich bei der Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) der Universitätsmedizin Göttingen registrieren lassen. Dafür hat sich jede Studentin und jeder Student eine Blutprobe von 8,5 Millilitern abnehmen lassen. Die gewonnenen Daten werden anonym im Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm eingespeist. Sie stehen damit allen Patienten zur Verfügung, die einen lebensrettenden Blutstammzellspender brauchen.

Die Aktion ins Leben gerufen hatten Alexandra Gossler, Präsidentin des Fach-schaftsparlamentes Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen, gemeinsam mit Dr. Hans Neumeyer, ärztlicher Leiter der KMSG. Die Fachschaft Medizin hat damit ihr Ziel nicht ganz erreichen können, nämlich 1.000 Studierende für die KMSG zu gewinnen. Auch nach den beiden Aktionstagen können sich Studierende jederzeit bei der KMSG typisieren lassen.

"Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Helfern für die wunderbare Mitarbeit an beiden Aktionstagen und bei der Präsidentin der Universität und Schirmherrin der Aktion, Frau Prof. Beisiegel, für ihre Unterstützung. An beiden Tagen haben jeweils bis zu zwanzig Personen ehrenamtlich mitgeholfen. Ohne diese Hilfe wäre die Aktion nicht möglich gewesen", sagt Dr. Hans Neumeyer, ärztlicher Leiter der KMSG. "Auch wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben, bin ich sehr froh über jeden Student und jede Studentin, die an der Aktion teilgenommen hat. Denn alle neuen Typisierungen können dabei helfen, einem Menschen das Leben zu retten."

Die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion hatte die Präsidentin der Universität, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, übernommen. "Ich mache das sehr gerne, weil ich das Engagement der Studierenden für eine tolle Initiative halte. Jede Typisierung hilft. Und wenn es gelingt, dass sich etwa 1.000 Studierende typisieren lassen, hat das Vorbildcharakter. Als Schirmherrin kann ich das nur gutheißen und zu weiteren Patenschaften und Spenden ermuntern, damit die Kosten für die umfassenden Laboruntersuchungen der Typisierungen aufgebracht werden können."

Für jede neue Registrierung werden 50 Euro Laborkosten benötigt, die aus Geldspenden getragen werden müssen. Am Rande der Typisierungsaktion wurde von den Studierenden der Fachschaft Medizin über einen Aufruf im Internet bei Studierenden aller Fakultäten der Georg-August-Universität um so genannte "Patenschaften" für die Aktion "Studenten retten Leben" geworben. "Studierende sind keine Großverdiener", sagt Alexandra Gossler, Präsidentin des Fachschaftsparlamentes Medizin an der UMG. "Die Idee der Patenschaft ist es, Menschen zu fin-den, die die Kosten für die Studierenden übernehmen, die sich registrieren lassen wollen, das Geld aber nicht aufbringen können."

LEBENSRETTER GEFUNDEN
Bereits im Jahr 2009 fand eine Typisierungsaktion "Studenten retten Leben" statt. Damals konnten etwa 800 Studierende neu in die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) aufgenommen werden. Aus dieser Aktion ging sogar ein Lebensspender hervor. Der ehemalige Jurastudent Kai Arne Wendenburg war der passende Spender für einen an Leukämie erkrankten Mann aus Süd-deutschland. "Ich finde es sehr gut, dass die Aktion ‘Studenten retten Leben’ fortgeführt wird. Für mich war es ein tolles Gefühl, einem Menschen das Leben zu retten. Ich hoffe, dass auch bei dieser Aktion einem Spender und natürlich einem Empfänger dieses Glück vergönnt ist", sagt Kai Arne Wendenburg.

Weitere Paten werden dringend gesucht!
Kontoverbindung: „Hoffnung“ e.V. – Förderverein für Knochenmarkspenden der Universitätsmedizin Göttingen, Konto Nr. 056 023 054, Sparkasse Göttingen, BLZ 260 500 01, Verwendungszweck: "Studenten 2012"

Die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) an der Universitätsmedizin Göttingen besteht seit 1992 und hat bislang 26.000 potentielle "Lebensspender" registriert. Bis heute konnten daraus bereits mehr als 150 wirkliche Stammzellspender bereitgestellt werden.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen Georg-August-Universität
Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG)
Ärztlicher Leiter: Dr. Hans Neumeyer, Telefon 0551 / 39-6894
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
hans.neumeyer@med.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


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