Presseinformation

Presseinformation Nr. 187 vom 18. November 2011

Jacob-Henle-Medaille für Humangenetiker der Charité

Verleihung der Jacob-Henle-Medaille an Professor Dr. Karl Sperling am Donnerstag, 24. November 2011, um 17:00 Uhr im Hörsaal 542 des Universitätsklinikums Göttingen.


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Prof. Dr. Karl Sperling, Direktor des Instituts für Humangenetik der Charité Universitätsmedizin Berlin. Foto: privat


(umg) Zum Ende des Jahres verleiht die Medizinische Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen die Jacob-Henle-Medaille im Wintersemester 2011/2012 an einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der experimentellen und molekularen Zytogenetik: Professor Dr. Karl Sperling, Direktor des Instituts für Humangenetik der Charité Universitätsmedizin Berlin. Der Humangenetiker gehört zu den international renommierten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Zytogenetik. Das Teilgebiet der Genetik beschäftigt sich mit den Chromosomen als Ganzem. Die feierliche Verleihung der Jacob-Henle-Medaille findet statt am Donnerstag, 24. November 2011, um 17:00 Uhr im Hörsaal 542 des Universitätsklinikums Göttingen. Die Laudatio hält Professor Dr. Wolfgang Engel, Direktor der Abteilung Humangenetik der Universitätsmedizin Göttingen. Im Anschluss daran spricht Professor Sperling zum Thema "Wirkung ionisierender Strahlen auf das menschliche Erbgut: Akzeptable Bürde oder unverantwortliches Risiko?".

Prof. Sperling erhält die Auszeichnung für seine außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiet der experimentellen und molekularen Zytogenetik und der Analyse genetisch bedingter Krankheiten mit Chromosomeninstabilität. Bei diesen Erkrankungen führen Brüche in den Chromosomen zu einer höheren Sensibilität für ionisierende Strahlung und die Gefahr für bösartige Tumoren steigt.

Verleihung der Jacob-Henle-Medaille
an Prof. Dr. Karl Sperling,
Direktor des Instituts für Humangenetik, Charité Universitätsmedizin Berlin
Donnerstag, 24. November 2011, 17:00 Uhr
Hörsaal 542, Universitätsklinikum Göttingen
Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen

Medienvertreter sind herzlich eingeladen!

Das besondere wissenschaftliche Interesse Professor Sperlings gilt der Erforschung der Fanconi-Anämie und des Nijmegen-Breakage-Syndroms. Beiden Erkrankungen liegt ein genetischer Defekt zugrunde. Für das Nijmegen-Breakage-Syndrom ist es ihm gelungen, das Gen und seine Funktion zu identifizieren, welches im mutierten Zustand mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergeht.

Prof. Dr. Karl Sperling wurde am 11. Mai 1941 in Kamenz geboren. In Hamburg, Freiburg und Berlin hat er Biologie, Chemie und Geographie studiert. 1969 wurde er an der Freien Universität Berlin zum Dr. rer. nat. promoviert. Im Jahr 1974 folgte die Habilitation im Fach Allgemeine Biologie und Genetik an der FU Berlin. Seit 1976 ist er Direktor des Instituts für Humangenetik und der Genetischen Beratungsstelle der Charité Universitätsmedizin Berlin. Professor Sperling ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik sowie Honorarprofessor der Guru Nanak Dev University, Amritsar, Indien. Er ist Träger der Ehrenmedaille der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik und wurde im Jahre 2009 mit der Ehrenauszeichnung "Lebenswerk" der Deutschen Fanconi Anämie Hilfe e.V. geehrt.

Die Jacob-Henle-Medaille wird seit 1988 jährlich für herausragende, medizinisch relevante wissenschaftliche Leistungen vergeben. Mit der Verleihung der Medaille erinnert die Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen an den Göttinger Anatomen und Physiologen Friedrich Gustav Jacob Henle (1809 bis 1885). Henle forschte und lehrte 33 Jahre lang in Göttingen. Nach ihm wurde die "Henle’sche Schleife" benannt, ein spezieller Abschnitt im Tubulus-System (Röhrchensystem der Harnaufbereitung) in der Niere.


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