Presseinformation

Presseinformation Nr. 071 vom 31. Mai 2010

Äpfel und süße Schnuller werben für Raucherentwöhnung

Hebammenschule der Universitätsmedizin Göttingen und Raucherentwöhnungsambulanz des Herzzentrums mit Aktionen und Aufklärung zum Nichtraucherschutz am Weltnichtrauchertag, den 31. Mai 2010.


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Weltnichtrauchertag 2010“: Aktionstag der Hebammenschülerinnen an der UMG. Foto: umg


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Nichtraucherschutz an der UMG (v.l.): Dr. Karin Reimers (Leiterin Betriebsärztlicher Dienst), Angela Leinhos (Beauftragte Nichtraucherschutz), Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Anna-Maria Ludwig (Entwöhnungsambulanz), Cornelia Krapp (Leiterin Hebammenschule).


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Gesunde Äpfel statt Zigaretten. Hebammenschülerinnen am Aktionstag in der UMG. Foto: umg


(umg) Rote Äpfel und Süßigkeiten-Schnuller - mit diesen Alternativen hat am Weltnichtrauchertag, dem 31. Mai 2010, das Universitätsklinikum Göttingen für den Nichtraucherschutz geworben. Schülerinnen der Hebammenschule der Universitätsmedizin Göttingen, die Raucherentwöhnungsambulanz des Herzzentrums und der Betriebsärztliche Dienst haben gemeinsam mit Infoständen und Plakaten auf die Folgen des Rauchens und den Nichtraucherschutz aufmerksam gemacht.

Vor allem die Schülerinnen der Hebammenschule haben sich mit dem Thema "Rauchen in der Schwangerschaft" auseinandergesetzt und eigene Informationsplakate im Unterricht für die Ausstellung erstellt. Sie zeigen die Auswirkungen von Nikotin auf das ungeborene Kind im Mutterleib: Rauchen in der Schwangerschaft kann beim Kind zu Verhaltensstörungen, zu Atemwegsinfektionen wie Bronchitis oder auch zur Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems führen. Durch mehr Aufklärung soll den werdenden Müttern gezeigt werden, was sie ihrem Kind zumuten, wenn sie in der Schwangerschaft weiter rauchen.

Ideen und Vorschläge zum Nichtraucherschutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UMG und von Besuchern des Universitätsklinikums wurden auf einem Plakat gesammelt. "Viele Besucher und Mitarbeiter unterstützen unsere Aktion. Sie finden es gut, dass sich das Uniklinikum schon seit sieben Jahren für ein rauchfreies Krankenhaus einsetzt", sagt Dipl.-Kauffr. Angela Leinhos, Beauftragte für den Nichtraucherschutz an der Universitätsmedizin Göttingen. "Allerdings gibt es durchaus auch Kritisches von den rauchenden Mitarbeitern. Für viele ist bei dem riesigen Klinikskomplex der Weg zum nächsten Aschenbecher zu weit. Dann werden schon mal Papierkörbe als Aschenbecher zweckentfremdet. Hier haben wir jetzt eine neue überdachte Raucherfläche zwischen den beiden Bettenhäusern geschaffen. Sie bieten unseren rauchenden Beschäftigten sowie den rauchenden Patienten, Besuchern und Angehörigen genügend Platz und Schutz vor Wind und Wetter."

Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes und Leiter der Arbeitsgruppe Nichtraucherschutz an der UMG, sagt: "Gerade unsere Schulen haben Vorbildfunktion. Als Ausbildungsstätten für die Krankenpflege sind sie unsere Piloteinrichtungen, was den konsequenten Nichtraucherschutz angeht. Die Aktion der Hebammenschule gefällt mir deshalb besonders. Viel Phantasie, gute Fakten und der klare Hinweis: Rauchen schadet der Gesundheit." Die Informationsplakate der Hebammenschule sind noch bis Freitag, 4. Juni 2010, in der Westhalle des Uniklinikums zu sehen.

Das gesamte Gelände der Schulen der Universitätsmedizin Göttingen in der Humboldtallee 11 ist übrigens rauchfrei. Die UMG setzt erfolgreich den Nichtraucherschutz um. Seit 2007 hat sie das Bronze-Zertifikat für ihre Leistungen zum Nichtraucherschutz des Europäischen und Deutschen Netzwerks rauchfreier Krankenhäuser.


Die Entwöhnungskurse der Raucherentwöhnungsambulanz:
Bereits seit über sieben Jahren arbeitet die Raucherentwöhnungsambulanz der UMG erfolgreich beim Schutz der Nichtraucher. In ihrem Programm lernen die Teilnehmer verschiedene verhaltenstherapeutische Techniken kennen, um ihr individuelles Rauchverhalten zu beobachten und zu analysieren. In der zweiten Kurswoche legt jeder Teilnehmer einen persönlichen Stichtag fest, an dem endgültig Schluss mit dem Rauchen sein soll. Die ersten rauchfreien Wochen werden dann genutzt, um sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen und Rückfällen vorzubeugen.

Interessierte melden sich telefonisch, per Email oder Online in der Raucherentwöhnungsambulanz an. Sie werden zu einem 30-minütigen Vorgespräch eingeladen. Anschließend folgen im wöchentlichen Abstand sechs Sitzungen von jeweils ca. zwei Stunden. Die Kurse finden mit maximal 12 Personen im Universitätsklinikum statt. Der Kurs kostet 150 Euro. Im Allgemeinen übernehmen die Krankenkassen bei Teilnahme ihrer Versicherten an mindestens fünf der sechs Sitzungen bis zu 75 Euro der Kosten.

Die Termine der nächsten Entwöhnungskurse:
Dienstag, 10. August 2010 um 17:30 Uhr
Donnerstag, 26. August 2010 um 10:00 Uhr
Mittwoch, 8. September 2010 um 17:30 Uhr
Dienstag, 26. Oktober 2010 um 17:00 Uhr
Donnerstag, 4. November 2010 um 10:00 Uhr
Montag, 15. November 2010 um 17:00 Uhr

Die Raucherentwöhnungsambulanz wird von Diplom-Pädagogin Anna-Maria Ludwig, Dr. Tobias Raupach, Assistenzarzt in der Abt. Kardiologie und Pneumologie, und Dr. Cordula Buck, Oberärztin in der Abt. Kardiologie und Pneumologie, betreut.



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