Presseinformation

Presseinformation Nr. 021 vom 18. Februar 2010

Genaue Diagnostik: Einweihung des neuen PET-CT der Universitätsmedizin Göttingen

Neues, modernes Diagnosegerät der Abteilungen Nuklearmedizin und Diagnostische Radiologie ist einzigartig in Südniedersachsen. Symposium zur Einweihung des neuen PET-CT am Samstag, 20. Februar 2010, Hörsaal 542, Universitätsklinikum Göttingen.


PET-CT_Meller_Lotz_PIG_inter.jpg
Prof. Dr. Johannes Meller (Abt.
Nuklearmedizin) und Priv.-Doz. Dr.
Joachim Lotz (Abt. Diagnostische
Radiologie) am neuen PET-CT.
Foto: umg


(umg) Vor allem Krebspatientinnen und -patienten der Region haben jetzt einen Zugewinn bei der Diagnosestellung: Seit Anfang des Jahres 2010 steht ein neues, hochmodernes Untersuchungsgerät, ein PET-CT, in der Abteilung Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. Es ist das einzige seiner Art in Südniedersachsen. Ein "PET-CT", das ist die Verbindung von Positronenemissionstomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Diese Verbindung stellt einen entscheidenden Vorteil in der bildgebenden Diagnostik dar: Zwei Untersuchungen werden gleichzeitig durchgeführt. Das Ergebnis sind Fusionsbilder, die neben strukturellen Veränderungen des Körpers auch Vorgänge im Stoffwechsel darstellen. Doch wie ist der Stellenwert des PET-CT? Welche Anforderungen haben die verschiedenen Fachabteilungen an das diagnostische Verfahren? Diese Fragen sollen im PET-CT-Symposium der Abteilungen Nuklearmedizin (Direktor: Prof. Dr. Johannes Meller) und der Diagnostischen Radiologie (komm. Direktor: Prof. Dr. Michael Knauth) erläutert werden. Das Symposium findet statt am Samstag, 20. Februar 2010, im Hörsaal 542 im Universitätsklinikum Göttingen. Namhafte Experten aus den Universitätskliniken Dresden, Hannover, Leipzig, München und Göttingen referieren über Fragen nach dem Stellenwert der Methode im gesamtklinischen Kontext bei ausgewählten Krankheitsbildern.

PET-CT-Symposium Göttingen und Einweihung des neuen PET-CTs
Samstag, 20. Februar 2010
9:00 bis 13:00 Uhr
Hörsaal 542, Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen

Die Fortbildungsveranstaltung für Ärzte ist mit vier CME-Fortbildungspunkten von der Landesärztekammer Niedersachsen zertifiziert.

Die Kombination beider Verfahren als PET-CT bringt bis zu fünf Prozent mehr signi-fikante Befunde. Die PET ersetzt andere Diagnoseverfahren nicht, sie kann sie aber entscheidend ergänzen. Bestimmte Krebsarten, wie der nicht-kleinzellige Bronchialkrebs sowie einige Formen des Lymphdrüsenkrebses, speichern vermehrt Traubenzucker. Durch das Spritzen von radioaktiven Zuckermolekülen lassen sich zum Beispiel noch sehr kleine Lymphknotenmetastasen mit der PET früher diagnostizieren als mit anderen bildgebenden Verfahren. Weiterhin lassen sich durch den Einsatz der PET Voraussagen machen, ob eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung bei einem Patienten anspricht oder nicht. Behandlungsstrategien können so besser an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.

Das Verfahren des PET-CT ist bei den Krankenkassen in Deutschland bisher keine Regelleistung und muss vom Patienten selbst getragen werden. Die Kosten für die Behandlung werden von den Krankenkassen bislang nur beim Bronchialkarzinom übernommen.

PROGRAMM
9:00 Uhr Einführung und Grußworte
1. Teil-Vorsitz: Prof. Dr. Johannes Meller, Abteilung Nuklearmedizin,
Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Dr. Heinz Becker, Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie,
Universitätsmedizin Göttingen
9:30 Uhr PET-CT. Aktueller Stand in Deutschland
Prof. Dr. Jörg Kotzerke, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin,
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
9:50 Uhr Anforderungen an die PET-CT: Thoraxchirurgische Perspektive
Prof. Dr. Friedrich A. Schöndube, Abteilung Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, U-niversitätsmedizin Göttingen
10:05 Uhr PET-CT bei Lungenkarzinompatienten
Priv.-Doz. Dr. Andreas Buck, Nuklearmedizinische Klinik und Poliklinik, Technische Universität München, Klinikum rechts der Isar
10:25 Uhr Anforderungen an die PET-CT: Abdominalchirurgische Aspekte
Priv.-Doz. Dr. Torsten Liersch, Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie, Universitätsmedizin Göttingen
10:40 Uhr PET-CT: Mehr als die Summe seiner Teile. Hannover Erfahrungen
Priv.-Doz. Dr. Joachim Lotz, Abteilung Diagnostische Radiologie,
Medizinische Hochschule Hannover
11:00 Uhr Diskussion
11:10 Uhr Kaffeepause
2. Teil-Vorsitz: Priv.-Doz. Dr. Christoph Engelke, Abteilung Diagnostische Radiologie, Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Dr. Lorenz Trümper, Abteilung Hämatologie und Onkologie,
Universitätsmedizin Göttingen
11:40 Uhr PET-CT bei malignen Lymphomen. Klinischer Stellenwert und Perspektiven
Prof. Dr. Lorenz Trümper, Abteilung Hämatologie und Onkologie,
Universitätsmedizin Göttingen
12:00 Uhr PET-CT bei Lymphompatienten. Nuklearmedizinische Sicht
Prof. Dr. Regine Kluge, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin,
Universitätsklinikum Leipzig
12:20 Uhr Diskussion
12:40 Uhr Zusammenfassung

Priv.-Doz. Dr. Christoph Engelke, Abteilung Diagnostische Radiologie, Universitätsmedizin Göttingen


Ende des Jahres 2009 hat die Abteilung Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Göttingen einen neuen PET-CT modernster Bauart erhalten. Das Gerät wird von der Abteilung Nuklearmedizin zusammen mit der Abteilung Diagnostische Radiologie betrieben. Der PET-CT stellt ein diagnostisches Kernelement des interdisziplinären Universitätskrebszentrums Göttingen (Comprehensive Cancer Center - CCC) an der UMG dar.

 

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Abteilung Nuklearmedizin
Prof. Dr. J. Meller, Telefon 0551 / 39-8510
Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen
www.nuklearmedizin.med.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


Übersicht