Presseinformation

Presseinformation Nr. 087 vom 12. Juni 2009

Universitätsmedizin Göttingen spendet medizinische Geräte für Krankenhaus in Marokko

Deutsch-Marokkanisches Hilfsnetzwerk verschifft Zentrifugen, Pumpen und Krankenbetten nach Marrakech. Großer Schiffscontainer am Universitätsklinikum Göttingen beladen.


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Im Keller der UMG wurden die Hilfsgüter zusammengepackt, von links: Priv. Doz. Dr. Hassan Dihazi, Wolfgang Böhm (Medizintechnik UMG) und drei Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung Göttingen. Foto: umg


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Ankunft in Liberia: Bewohner nehmen an der „Flumpa Community Clinic“ die Spendenlieferung der Universitätsmedizin Göttingen entgegen. Foto: privat


(umg) Die Universitätsmedizin Göttingen spendet ausgesonderte Geräte an Forschungseinrichtungen und ein Universitätskrankenhaus in Marokko. Ein großer Schiffscontainer wurde jetzt am Universitätsklinikum mit Hilfe von Mitarbeitern der Beschäftigungsförderung Göttingen beladen. Er ist bereits auf dem Schiffsweg von Hamburg nach Marokko in Nordafrika. Unter anderem gehen fünf Patienten-Überwachungsmonitore, mehrere Waagen, Zentrifugen, Pumpen und Blutanalyse-Automaten, dazu Forschungsinstrumente und Forschungslaborbedarf in die Millionenstadt Marrakech in Zentralmarokko. Die Geräte sind aufgrund von Neubeschaffungen nicht mehr im Einsatz. "Auch wenn die Gerätschaften für unsere Ansprüche technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, sind sie noch voll funktionsfähig", sagt Wolfgang Böhm, Medizintechniker im Universitätsklinikum Göttingen. "Mit unserer Spende können wir die Geräte noch einem sinnvollen Zweck zuführen."

Zum Einsatz kommen die Spenden in der medizinischen und naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Cadi Ayyad Marrakech (UCAM). "Der medizinischen Versorgung, Bildung und Forschung in Marokko mangelt es an innovativen und modernen Instrumenten, um Patienten vernünftig behandeln zu können und junge Wissenschaftler mit der neuesten Technik vertraut zu machen", sagt Priv. Doz. Dr. Hassan Dihazi,  Biochemiker in der Abt. Nephrologie und Rheumatologie der Universitätsmedizin Göttingen und Leiter der Arbeitsgruppe "Bildung und Forschung" im Verein Deutsch-Marokkanisches Kompetenznetzwerk. "Die gespendeten Geräte stehen nicht in irgend¬einer Ecke, sondern werden gut genutzt." Dihazi ist für den Hilfstransport verantwortlich.

Im Herbst dieses Jahres werden zudem von Priv. Doz. Dr. Hassan Dihazi und anderen Spezialisten Seminare und Workshops in Marrakech durchgeführt, um die örtlichen Ärzte, Pflegekräfte und Studenten in die Nutzung der Geräte einzuweisen. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt Transport und Wissenschaftskooperation mit 19000 Euro.

Dank aus Liberia für Hilfslieferung
Die Universitätsmedizin Göttingen spendet immer wieder ausgesonderte Gerätschaften, die nicht mehr dem Standard in Deutschland entsprechen, aber noch voll funktionsfähig sind. Frühere Hilfslieferungen gingen bereits in die Elfenbeinküste, nach Aserbaidschan, in den Iran oder nach Liberia.

Eine dankbare Rückmeldung erreichte das Universitätsklinikum Göttingen jetzt aus vier Kliniken im Nimba County im Norden Liberias. Dorthin wurden im November 2008 zwei Not-Operationstische, EKG-Geräte mit Aufzeichnungseinheit, Krankenhausbetten, verschiedene Zentrifugen und Mikroskope von der Göttinger Universitätsmedizin gespendet. Die Bilder zeigen die Ankunft der Geräte vor Ort.

 

WEITERE INFORMATIONEN:
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Verein "Deutsch-Marokkanisches Kompetenznetzwerk e. V."
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