Presseinformation

Presseinformation Nr. 035 vom 05. März 2009

"Alles aus einer Hand": UMG ist Partner der Berufsgenossenschaften bei schweren Arbeits- und Wegeunfällen

Universitätsmedizin Göttingen kooperiert mit dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg.


Stuermer_KM_Prof_Dr.jpg
Professor Dr. Klaus-Michael Stürmer, Direktor der Abteilung Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, leitet die neue Abteilung des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg an der UMG. Foto: umg


(umg) Eine gute Nachricht für alle Versicherten der gesetzlichen Unfallversicherung in der Region Südniedersachsen: Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist jetzt Partner der gesetzlichen Unfallversicherungen bei der Versorgung von Patienten mit Arbeits- und Wegeunfallverletzungen. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein Kooperationsvertrag zwischen der UMG und dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH). Seit dem 1. März 2009 betreibt das Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus Hamburg eine eigene Abteilung an der Universitätsmedizin Göttingen. Hier werden künftig die Versicherten der gesetzlichen Unfallversicherung behandelt. Die Leitung der neuen Unfallchirurgischen Abteilung des BUKH hat Professor Dr. Klaus-Michael Stürmer, Direktor der Abteilung Unfallchirurgie, Plastische- und Wiederherstellungschirugie an der Universitätsmedizin Göttingen.

"Die Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen stellt für unsere Versicherten eine optimale Versorgung nach Arbeitsunfällen sicher, die den hohen Versorgungsstandards der Berufsgenossenschaftlichen Kliniken voll entspricht", sagt Dr. Hubert Erhard, stellvertretender Geschäftsführer des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg. "Der Standort an der Universitätsmedizin Göttingen bietet dafür ideale Voraussetzungen und ergänzt unser Versorgungsnetz. Alles, was unsere Versicherten für eine gute Versorgung brauchen, kommt hier aus einer Hand." Das Leistungsangebot der neuen Abteilung des BUKH in der Universitätsmedizin Göttingen umfasst eine umfassende und fächerübergreifende Erstversorgung sowie alle Operationen und weiteren Behandlungen, die nach Arbeitsunfällen notwendig werden können. Auch nach einer Operation können die Versicherten in Göttingen heimatnah weiter medizinisch und physiotherapeutisch betreut werden. Damit ist der gesamte Behandlungsprozess auf eine vollständige gesundheitliche Wiederherstellung und berufliche Wiedereingliederung von Unfallpatienten ausgerichtet.

"Die Unfallchirurgie der UMG bringt ihre Kernkompetenz in die Kooperation mit dem BUKH ein", sagt Professor Dr. Klaus-Michael Stürmer. "Wir werden vor allem Schwerverletzte (Polytrauma) sowie Patienten mit Wirbel-, Becken- und Gelenkverletzungen behandeln sowie Patienten nach Arbeitsunfällen, deren Versorgung eine handchirurgische, rekonstruktive oder septische Chirurgie erfordern. Dabei arbeiten wir mit anderen Abteilungen der UMG und der Physiotherapie eng zusammen."

Durch die Kooperation mit dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg wird die Universitätsmedizin Göttingen Teil des Netzwerks der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Dieses soll ergänzend zu den vorhandenen berufsgenossenschaftlichen Kliniken eine flächendeckende Versorgung gesetzlich versicherter Unfallpatienten gewährleisten. Konkret bedeutet dies: Schwerverletzte Patienten oder Patienten mit komplizierten Einzelverletzungen sowie Patienten mit Störungen im Heilungsverlauf werden vordringlich in medizinischen Abteilungen der Berufsgenossenschaften versorgt. "Wir rechnen für die Zukunft mit einer erhöhten Zuweisung von Patienten der gesetzlichen Unfallversicherer. Insofern ist die Kooperation mit dem BUKH für die UMG nicht nur strategisch wichtig, sondern hat auch eine wirtschaftliche Bedeutung", sagt Privatdozent Dr. Günther Bergmann, Vorstand Krankenversorgung der Universitätsmedizin Göttingen.


WEITERE INFORMATIONEN
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Prof. Dr. Klaus-Michael Stürmer
Telefon 0551 / 39-22462
ms.unfallchirurgie@med.uni-goettingen.de



© Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0551-39-9959, presse.medizin@med.uni-goettingen.de


Übersicht